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100 Jahre Museum Folkwang Essen

100 Jahre Gegenwart – Museum Folkwang feiert 100 jähriges Bestehen in Essen

Das Jubiläumsprogramm steht ganz im Zeichen der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Museums und seiner Rolle in der Stadt. Gefeiert wird mit Ausstellungen und Veranstaltungen, die die zentralen Sammlungsschwerpunkte, wie Impressionismus, Expressionismus, Fotografie und Plakat, und die Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt stellen. Von Karl Ernst Osthaus 1902 in Hagen gegründet, dann 1922 als Museum Folkwang in Essen eröffnet, gehört das Museum zu den bedeutenden Kunstmuseen Deutschlands mit internationalem Renommee.

Insbesondere die Eröffnung des Erweiterungsbaus 2010 zum Kulturhauptstadtjahr in Essen ermöglichte es die großen Bestände aus den Archiven des Museum Folkwang auszustellen. 2006 gewann David Chipperfield Architects den von der Stadt Essen ausgelobten internationalen Architekturwettbewerb für die Erweiterung des Museums. Im selben Jahr gab Berthold Beitz als Kuratoriumsvorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, bekannt, dass die Stiftung als alleinige Förderin die Mittel für den Neubau (ca. 50 Mio. EUR) des Museum Folkwang zur Verfügung stellt wird.

Der Entwurf von David Chipperfield Architects ergänzt den denkmalgeschützten Altbau und setzt sein architektonisches Prinzip mit einem Ensemble von sechs Baukörpern und vier Innenhöfen, Gärten und Wandelhallen fort. Die öffentlich zugänglichen Bereiche schließen sich auf einer Ebene ohne Niveauunterschied den bestehenden Ausstellungsräumen an. Eine großzügige Freitreppe führt von der Bismarckstraße in den neuen Eingangsbereich, der als offener Innenhof mit Café und Restaurant sowie einer Museumsbuchhandlung konzipiert und durch eine Glasfassade zur Straße hin geschützt ist. Das neue Museum Folkwang bietet eine abwechslungsreiche Raumfolge mit viel natürlichem Licht für die Ausstellungsbereiche, sowie Bibliothek mit Lesesaal, Multifunktionssaal für Vorträge und Veranstaltungen, Veranstaltungsbereich, Depots und Restaurierungswerkstätten.

Entwurf David Chipperfield Architects

Die von uns erarbeitet Brandschutzplanung für das ca. 25.000 qm große Gebäude folgt den Grundsätzen

  • Verwirklichen des ursprünglichen Entwurfsgedankens der Architekten
  • Brandschutz darf nicht sichtbar sein
  • Loslösung von den starren Zwängen des Baurecht und Schaffung eines architektonisch anspruchsvollen Raums zur Präsentation der Kunstwerke

In enger Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden, der Feuerwehr und insbesondere auch den Sachversicherer konnte ein optimiertes ganzheitliches Brandschutzkonzept für den Neubau erarbeitet werden.

Insbesondere die mechanische Entrauchung in den Ausstellungsräumen (zum Schutz der Kunstwerke) durch die fast vollflächige Lichtdecke stellte eine besondere Herausforderung dar, die in aufwändigen brandschutztechnischen Simulationsberechnungen optimiert wurden.

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Museum Folkwang